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Fielmann "add"


21.11.2003
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt stufen die Aktie von Fielmann (ISIN DE0005772206 / WKN 577220) unverändert mit "add" ein.

Das Unternehmen habe Zahlen für das dritte Quartal gemeldet, die über den Analystenschätzungen gelegen hätten. Vor allem der Gewinn vor Steuern habe mit einem Zuwachs von 36% gg. VJ auf 71,8 Mio. Euro überzeugen können. Der Umsatz sei um 12,8% auf 550,9 Mio. Euro gewachsen. Die gute Geschäftsentwicklung sei zum einen auf die hinzugewonnen Marktanteile in einem allgemein schwierigen Konjunkturumfeld zurückzuführen. Aber auch auf das Verhalten der Konsumenten, die sich im Vorfeld der neuen Gesundheitsreform noch mit einer neuen Sehhilfe ausstatten würden, habe das Ergebnis positiv beeinflusst.

Der Nettogewinn habe um 25% auf 44,6 Mio. Euro gesteigert werden können. Für das laufende Geschäftsjahr habe Fielmann einen guten Ausblick gegeben. Die Geschäftsführung erwarte, dass der Gewinn vor Steuern um 45% auf 91 Mio. Euro steigen werde, was man mit der bevorstehenden Gesundheitsreform erkläre. In diesem Zusammenhang würden die Analysten ihre Umsatz- und Gewinnprognosen nach oben anpassen. Beim Umsatz rechne man für 2003 mit 750 Mio. Euro (alt: 733 Mio. Euro). Denn Gewinn je Aktie schätze man für 2003 auf 2,92 Euro (alt: 2,70 Euro). Die Umsatzerwartung für 2004 liege nun bei 714 Mio. Euro (vorher: 698 Mio. Euro), den Gewinn vor Steuern sehe man nun bei 50,5 Mio. Euro (vorher: 45,5 Mio. Euro) und die EPS-Schätzung betrage 1,76 Euro.


Während die Gesellschaft für das laufende Jahr sehr optimistisch gestimmt sei, wäre der Ausblick für 2004 eher verhalten gewesen. Denn man bezweifle, ob Fielmann, vor allem in den ersten Quartalen 2004, an das starke Wachstum von 2003 anknüpfen könne. Immerhin hätten sich viele Kunden bereits jetzt mit neuen Sehhilfen versorgt, so dass man in 2004 mit einem Abnehmen der Nachfrage rechne.

Im kommenden Jahr könnten Versicherte bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse private Zusatzversicherungen abschließen, die u.a. Brillenersatz beinhalten würden. Diese von den gesetzlichen Krankenkassen vorgeschlagenen Modelle hätten zum Ziel die in vergangener Zeit starke Abwanderung gesetzlicher Kassenpatienten zur privaten Krankenversicherung einzugrenzen. Zwar sei man nach wie vor der Ansicht, dass viele Kunden ihre Brillenkäufe in dieses Jahr vorgezogen hätten. Doch die Analysten würden es aber für wahrscheinlich halten, dass mit dem Inkrafttreten dieser Zusatzversicherungen der Umsatzrückgang bei Fielmann niedriger als befürchtet ausfallen werde.

Man denke, dass Fielmann mittelfristig durch die Gesundheitsreform profitieren werde. Zudem glaube man, dass sich das Marktsentiment verbessern werde, wenn gesetzlich Versicherte den Bereich "Brille" auch über private Krankenversicherer abdecken könnten.

Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt bewerten die Aktie von Fielmann weiter mit "add". Das Kursziel sehe man bei 37 Euro.




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